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Gekauft wie gesehen?

 

 

Gekauft wie gesehen? 

Ganz so einfach ist es mit den Mängeln nicht

Die Mängel-Klausel „gekauft wie gesehen“ bzw. wohl eher „...wie besichtigt“ wird gern in Kaufverträgen verwendet. Doch Vorsicht, damit geht kein vollständiger Ausschluss Ihrer Gewährleistung einher – der Gesetzgeber geht hier weit mehr ins Detail.

Die verschiedenen Mängel-Typen

Bei einer Immobilie wird unterschieden zwischen 

  • offenen Mängeln: Sie sind für den Kaufinteressenten sofort erkennbar (abblätternder Putz, undichtes Dach etc.) 
  • versteckten Mängeln: Sie sind für Verkäufer und Käufer nicht erkennbar (Asbest oder nicht sichtbare verrostete Leitungen) 
  • arglistig verschwiegenen Mängeln: Der Verkäufer kennt sie zwar, offenbart sie aber nicht dem Käufer oder vertuscht sie sogar (z.B. Überstreichen des Schimmels o.ä.) 

Mängel: Das sagt das BGB

Gemäß § 433 (Absatz 1 Satz 2) sind Sie als Verkäufer gesetzlich dazu verpflichtet, den Käufer auf alle Ihnen bekannte Mängel hinzuweisen – auch auf die, die er nicht selbst erkennen kann. Heißt also, die Klausel „gekauft wie gesehen“ greift zum Schutz des Käufers nicht bei „versteckten Mängeln“

Kommen Sie dem nicht nach, haften Sie für verschwiegene Mängel und der Käufer hat Anspruch auf Nacherfüllung, Schadensersatz oder Minderung des Kaufpreises. Im äußersten Fall kann er sogar vom Kaufvertrag zurücktreten.

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Vom versteckten Mangel zur arglistigen Täuschung 

Um etwas als versteckten Mangel zu bezeichnen, reicht es aus, dass Sie den Mangel Ihrer Immobilie in Paderborn nicht nur kennen, sondern ihn zumindest für möglich halten oder die Umstände kennen, die auf einen Mangel schließen lassen. 

Arglistig verschwiegene Mängel sind also verdeckte Mängel, die dem Verkäufer bei Kaufabschluss bekannt waren, die er dem Käufer aber absichtlich verschwiegen oder vertuscht hat, um sich einen Vorteil zu erschleichen oder einen Kaufabschluss zu erzielen.

Versteckte Mängel: Beweislast liegt beim Käufer

Um Gewährleistungsansprüche aufgrund von versteckten Mängeln geltend machen zu können, liegt die Beweislast beim Käufer: Er muss beweisen, dass der Verkäufer den Mangel bei Abschluss des Kaufvertrages kannte. 

Häufig wird dann ein Bausachverständiger herangezogen, der feststellt, ob ein Sachmangel schon längere Zeit – und damit vor dem Kauf-Zeitpunkt – bestanden hat. So können nach Abschluss des Kaufvertrages versteckte Mängel beim Hauskauf noch aufgedeckt werden.

Tipp im Umgang mit Mängeln:

Auf Mängel, die bei einer Besichtigung ohne weiteres erkennbar sind, muss nicht speziell hingewiesen werden, da sie der Käufer selbst feststellen könnte. Gehen Sie mit Mängeln trotzdem transparent um und stellen Sie sicher, nachweisen zu können, dass Sie auf alle Mängel hingewiesen haben (z.B. durch die Anwesenheit von Zeugen oder schriftlich, per E-Mail etc.).

 

Machen Sie deshalb nicht ins Blaue hinein Angaben über den Zustand Ihrer Immobilie. Wenden Sie sich lieber an einen Immobilien-Experten in Paderborn und Umgebung, der Mängel erkennt und weiß, wo sich welche verstecken könnten.  

Lassen Sie mögliche Mängel lieber untersuchen, als darauf zu hoffen, dass diese nicht zu Tage treten. Das könnte eventuell zwar zu einer Kaufpreisminderung führen, aber ein arglistig verschwiegener Mangel würde weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. 

 

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Wenn Sie zu diesem oder weiteren Themen Fragen haben, können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren.

 

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